ONBOARDING STUDIE

Die Ergebnisse der Haufe Onboarding Studie 2020

Studie 2020

Onboarding im Wandel – Die Ergebnisse der Haufe Onboarding Studie 2020

Die 4. Haufe Onboarding-Studie 2020 zeigt: „Onboarding ist angekommen“. So könnte man kurz und knapp die Onboarding Studie 2020 beschreiben.

Betrachtet man die Entwicklung der letzten 3 Jahre, ist eine stetige, positive Entwicklung erkennbar. Dennoch, es ist ein Thema, dass sich trotz der Wirksamkeit und Bedeutung im Kontext der Personalgewinnung noch nicht endgültig entfalten kann.

Und welche Auswirkungen hat die Corona-Situation und damit verbunden in vielen Fällen ein Onboarding aus und in das Homeoffice?

In details

Management
summary

Die Haufe Group wollte in dieser 4. Onboarding-Studie 2020 herausfinden,
  • wie Unternehmen Onboarding in Corona-Zeiten umsetzen
  • wann sie mit dem Onboarding starten und welche Maßnahmen sie in welchen Phasen nutzen
  • wo es Erfolge gibt, wo es hakt und wo Handlungsbedarf besteht
Unsere Fragen haben 553 HR-Verantwortliche zwischen Juli und Oktober 2020 beantwortet. Die Rahmendaten der Studie sind nahezu unverändert. 50% der Teilnehmer zählen zum klassischen Mittelstand (51 - 500 Mitarbeiter) und 32% arbeiten in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Lediglich 17% kommen aus kleineren Unternehmen bis 50 Mitarbeiter.
Das digitale Onboarding ist nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie verstärkt auf dem Vormarsch. Die Reaktionen auf unsere aktuelle Onboarding-Umfrage im Coronajahr 2020 zeigen: Fast 40% der Befragten berichten corona-bedingt von besonderen Onboarding Umständen während des Frühjahr-Lockdowns, u.a. von fehlendem Austausch, schwierigerer Einarbeitung und mangelnden informellen Vernetzungsmöglichkeiten bei ihren Onboardees. Daher setzen nun mehr Unternehmen auf professionelles digitales Onboarding, um die neuen Mitarbeiter gut zu integrieren.

Die Wichtigkeit des Themas ist bei den Entscheidern von HR angekommen und die Unternehmen stellen dafür vermehrt finanzielle Mittel bereit. Allerdings hapert es häufig noch bei der technischen Umsetzung und der notwendigen digitalen Infrastruktur. Die meisten haben aber erkannt: In Zeiten des Fachkräftemangels und der Corona-Pandemie ist digitales Onboarding alternativlos, um neue Mitarbeiter mit wenig Ressourcenaufwand an das Unternehmen zu binden
Die Ziele der Umfrage 2020
Die Teilnehmer der Umfrage 2020
Onboarding goes digital

Ausschnitte aus der Studie

Corona-bedingte Maßnahmen

Auf den ersten Blick bedenklich: 78% der befragten Unternehmen haben keine zusätzlichen Onboarding-Maßnahmen während des ersten Lockdowns ergriffen.

Betrachtet man aber die Unvorhersehbarkeit der Ereignisse und die Tatsache, dass in vielen Unternehmen von heute auf morgen Strukturen und Prozesse auf den Kopf gestellt wurden, ist es trotz allem beachtlich, dass knapp 1/4 der befragten Unternehmen sich durch verschiedenen Maßnahmen den neuen Umständen angepasst haben.

Dennoch ist hier deutlich Luft nach oben und ein sauberes und an die Situation angepasstes Onboarding von neuen Mitarbeiter:innen umso wichtiger. Wie Unternehmen sich angepasst haben lesen Sie in der aktuellen Onboarding Studie. Tipps und Gestaltungsmöglichkeiten zu einem erfolgreichen Mitarbeiter-Onboarding aus dem Homeoffice finden Sie unter diesem Link.
haben während des ersten Lockdowns und in der anschließenden Krisensituation KEINE zusätzlichen (digitalen) Onboarding - Maßnahmen ergriffen!
Fluktuation vor dem 1. Arbeitstag
Ist die Personalsuche mit der Vertragsunterschrift erfolgreich abgeschlossen, dauert es meist noch mehrere Wochen oder gar Monate, bis der neue Mitarbeiter:innen ihre:seine Stelle auch wirklich antritt. Hier lauert aber schon die erste Falle:
21%
JA
09%
Nur bei bestimmeten Stellenausschreibungen
70%
NEIN
Wie schon in den vergangenen Jahren zeigt sich auch 2020, dass bei weit mehr als einem Viertel (30%) der befragten Unternehmen neu eingestellte Mitarbeiter:innen schon vor dem ersten Arbeitstag wieder abspringen und das gerade eingegangene Arbeitsverhältnis kündigen. Es genügt also nicht, den:die neue:n Bewerber:in mit Blumen am Empfang zu erwarten – denn da erscheint er schon gar nicht mehr.

Anfangsfluktuation lässt sich durch Onboarding verringern

In der Onboarding Umfrage 2019 hatten 78% der Befragten angegeben, dass sie daran glauben, dass sich die Fluktuation im ersten Jahr durch Onboarding-Maßnahmen verringert werden kann. In der aktuellen Onboarding Studie sind es 83%, damit ist hier ein leicht positiver Trend erkennbar.
83%
glauben, dass die Anfangsfluktuation mit besserem Onboarding verringert werden könnte

Positive Effekte beim Recruiting und Employer Branding

Durch Onboardingmaßnahmen sehen die HR-Verantwortlichen auch sehr positive Effekte für ein besseres Recruiting neuer Mitarbeiter:innen (70%) und ein stärkeres Employer Branding (80%).
80%
... der Employer Brand gestärkt werden
70%
... das Recruiting verbessert werden

Fazit der Umfrage 2020

Bei den HR-Verantwortlichen ist mittlerweile angekommen, wie wichtig das Thema Onboarding für die Unternehmen ist (83%). Sie haben in Zeiten des Fachkräftemangels erkannt, dass das Thema alternativlos ist, um neue Mitarbeiter:innen schnell ins Unternehmen zu integrieren und langfristig zu binden. Allerdings sehen immer noch 77% Verbesserungspotenzial bei ihren derzeitigen Prozessen.

Die Erfahrungen mit dem Onboarding aus dem Homeoffice hat während der Corona-Pandemie bei vielen Entscheidern ein Umdenken ausgelöst. Digitale Tools und virtuelle Plattformen werden in Pandemiezeiten geschätzt, viele Unternehmen haben damit positive Erfahrungen gemacht. Dadurch wird auch dem digitalen Onboarding eine größere Bedeutung zugemessen als in den Vorjahren.

Das vollständige Fazit und alle Ergebnisse finden Sie in der Haufe Onboarding Studie 2020.
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