Onboarding-Werkstatt #3: Was sind Voraussetzungen für exzellentes #Onboarding?

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2020

In der Folge #3 beschäftigt sich die #Onboarding-Werkstatt mit den Voraussetzungen für exzellentes Onboarding.

Was fördert eine schnelle Integration?

Umfragen zeigen, dass Mitarbeiter schneller produktiv und motiviert mitarbeiten, wenn ihre Preboarding-, Einarbeitungs- und Integrationsphasen gut vorbereitet wurden und sie sich im Unternehmen willkommen fühlen. Nur wenn dies gelingt, werden die neuen Mitarbeiter auch schnell gute Leistungen erbringen.

Damit sich ein neuer Kollege zügig in das neue Unternehmen einlebt, sollten diese Voraussetzungen erfüllt sein:

  • eine wertschätzende Preboarding-Phase zeigt, dass man sich auf den neuen Mitarbeiter vorbereitet hat und sich auf dessen Eintritt freut
  • die notwendigen administrativen Vorbereitungen sind getroffen
  • der erste Arbeitstag und die erste Woche verlaufen positiv
  • die fachliche Einarbeitung ist gut vorbereitet
  • die soziale Integration ins neue Team und ins Unternehmen wird individuell und systematisch gefördert.

Zu einem guten Onboarding gehören viele einzelne Schritte und Aufgaben, für die unterschiedliche Personen zuständig sind. Es ist also wichtig, dass alle notwendigen Aufgaben von den zuständigen Ansprechpartnern rechtzeitig angestoßen und deren Erledigung überwacht werden. Zudem sollten auch alle Beteiligten aus den verschiedenen Abteilungen über die jeweiligen Schritte informiert werden.

  

Benötigt man ein spezielles Budget für ein Onboarding-Programm?

Die Praxis zeigt es immer wieder: wenn es für Projekte kein eigenes Budget gibt, werden sie nicht vorangetrieben und verlaufen im Sand. Genauso verhält es sich auch mit dem Onboarding. Wie die 3. Umfrage der Haufe Group zum Thema Onboarding im Jahr 2019 herausfand, gibt es erstaunlicherweise in den allermeisten Unternehmen (88 Prozent) kein eigenes Budget für Onboarding-Maßnahmen.

Wichtig: Dabei stellt sich die interessante Frage, wie die Unternehmen bisher ihren Zeit- und Kostenaufwand dafür verbuchen. Ohne finanzielle Mittel und genügend Zeit dafür, kann erfolgreiches Onboarding eigentlich kaum gelingen, denn Aufgaben und Maßnahmen sind zu komplex und übergreifend, um dies locker nebenbei zu erledigen.

 

Wie organisiere ich ein Onboarding-Programm?

HR sollte im ersten Schritt eine Vision entwickeln, wie Onboarding im Unternehmen gestaltet werden kann. Daraus definiert sich die Onboarding-Strategie, die in die Fachabteilungen kommuniziert wird. So ist HR Prozessinnovator und -treiber und gestaltet die Rahmenbedingungen für die standardisierte Umsetzung bei allen Beteiligten. Um den neuen Mitarbeitern den Einstieg so leicht wie möglich zu machen, ist ein professioneller und strukturierter Onboarding-Prozess unabdingbar, der fest im Unternehmen verankert ist. Beim Onboarding-Prozess gibt es normalerweise viele Beteiligte aus unterschiedlichen Bereichen (z.B. HR, Fachvorgesetzter, Teamkollegen, IT & Einkauf, Facility Management oder Projektgruppen) und jeder hat eigene Rollen und Aufgaben, um den neuen Mitarbeiter in seine zukünftigen Aufgaben einzuführen.

Wichtig: Ein gelungenes Mitarbeiter-Onboarding sollte immer aus verschiedenen Dimensionen und Blickwinkeln betrachtet werden: Aus der Sicht der Organisation, einer möglichen technologischen Unterstützung und aus dem Blickwinkel der Mitarbeiter. Ein interdisziplinäres Team hilft dabei, die Sicht aller Beteiligten in den Prozess zu integrieren.

Die #Onboarding-Werkstatt beschreibt in 10 Folgen anhand jeweils 3 Leitfragen, was rund um exzellentes Mitarbeiter-Onboarding wichtig ist. Sie finden hier alle Folgen der #Onboarding-Werkstatt.

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