Onboarding-Werkstatt #1: Was ist Onboarding und warum ist es wichtig?

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2020

In der Folge #1 beschäftigt sich die #Onboarding-Werkstatt mit den Basics des Mitarbeiter-Onboardings: Definition, Phasen und Einflussfaktoren.

Was ist Onboarding?

Onboarding bedeutet das »An-Bord-Nehmen« neuer Mitarbeiter und meint damit sowohl die allgemeine Einführung eines neuen Mitarbeiters als auch die fachliche Einarbeitung und vor allem die so wichtige sozialeI Integration. Wir betrachten Onboarding im Zeitablauf:

Abbildung: Onboarding in drei Phasen

  • Die erste Phase, das sog. »Preboarding«, beginnt optimalerweise direkt nach Vertragsabschluss. Dem neuen Mitarbeiter sollten schon vor dem 1. Arbeitstag alle wichtigen Informationen bereitgestellt werden. Vor allem aber sollte bereits mit dem Beziehungsaufbau begonnen werden, um ihn in seiner Jobentscheidung zu bestärken.
  • Die zweite Phase ist die »Orientierungsphase«. Neue Mitarbeiter erinnern sich auch noch nach Jahren an ihren ersten Arbeitstag. Daher sollten alle internen Prozesse rund um Facility Management, HR und IT so abgeschlossen sein, dass der Mitarbeiter direkt sinnvoll und produktiv arbeiten kann. Und ganz wichtig: er sollte begeistert von seiner Begrüßung durch Führungskraft und Teamkollegen erzählen können.
  • Die dritte Phase, die »Integrationsphase«, meint eine nachhaltige fachliche Einarbeitung und soziale Integration. Hier ist es wichtig, am Ball zu bleiben, klare Ziele und Aufgaben zu vereinbaren sowie die Integration in das Team und angrenzende Bereiche zu managen.

Warum ist Onboarding wichtig?

Personaler und Führungskräfte unterschätzen immer noch sehr oft, wie wichtig der erste Eindruck ist, den ein neuer Mitarbeiter von der ersten Kontaktaufnahme, dem reibungslosen administrativen Ablauf und der Unternehmens- und Willkommenskultur bekommt. Von einem gelungenen Start hängt es aber ab, wie engagiert und motiviert sich ein neuer Mitarbeiter in den nächsten Wochen und Monaten einarbeiten und ins Team integrieren wird. Nur so kann er damit auch zu einer höheren Wertschöpfung beitragen und den Unternehmenserfolg steigern.

Insbesondere die #Preboarding-Phase wird immer noch unterschätzt (vgl. Haufe Onboarding-Umfrage 2019):

Abbildung: Preboarding - Kündigungen vor dem 1. Arbeitstag

Was sind wichtige Einflussfaktoren auf den Onboarding-Prozess?

Hier sind vor allem die Digitalisierung und der gesellschaftliche Wandel zu nennen. Durch die Digitalisierung eröffnen sich immer neue Wege, die jedes Unternehmen für sich erschließen muss. Die digitale Transformation macht auch vor Personalabteilungen nicht Halt. Auch hier findet die digitale Trilogie statt (vgl. Disselkamp/Heinemann 2018) und bietet neue Chancen im Onboarding-Prozess:

  • Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert,
  • alles was nicht digitalisiert werden kann, wird wertvoller und
  • alles was vernetzt werden kann, wird vernetzt.

Digitale Kommunikationsformen und -kanäle verändern, wie wir miteinander umgehen und was wir von einander wissen. Was auf LinkedIn, Xing, Twitter, Instagram oder YouTube verbreitet wird, steht allen offen. Jüngere Zielgruppen wie die Generation Y sind damit groß geworden, diese Kommunikationskanäle zu nutzen und darüber weltweit vernetzt zu sein. Sie erleben hier eine Offenheit, Transparenz und Selbstbestimmtheit, die ihr Verhalten maßgeblich bestimmen und die sie auch von ihrem zukünftigen Arbeitgeber erwarten.

Die #Onboarding-Werkstatt beschreibt in 10 Folgen anhand jeweils 3 Leitfragen, was rund um exzellentes Mitarbeiter-Onboarding wichtig ist. Sie finden hier alle Folgen der #Onboarding-Werkstatt.

Die #Onboarding-Werkstatt ist eine kompakte Zusammenfassung des eBooks "Perfekter Job-Start dank Onboarding".

Gezielte digitale Unterstützung und eine begeisternde Onboarding-Journey bietet eine Onboarding-App.

Kostenloses Whitepaper (pdf): Aufgaben der Führungskraft im Onboarding

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