Mitarbeitergespräche mit FeedFORWARD

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2020

Erfolgreiches Onboarding lebt von regelmäßigen Mitarbeitergesprächen und konstruktiven Rückmeldungen: zu erledigten Aufgaben und Performance.

Der Einarbeitungsplan steht und der neue Mitarbeiter erhält sein Willkommenspaket für den Start beim neuen Arbeitgeber. Soweit so gut. Was er jetzt noch braucht sind regelmäßige Mitarbeitergespräche und konstruktive Rückmeldungen: Was funktioniert schon gut, wo kann sich der neue Mitarbeiter noch verbessern und vor allem, wie? Hat er die Erwartungen seines Chefs erfüllt? Passt er ins Teamgefüge? All diese Fragen bewegen den Onboardee und richtungsweisende Antworten hierauf helfen ihm bei der Integration.

Erfolgreiches Onboarding „lebt“ von ehrlichen Rückmeldungen - auch im Mitarbeitergespräch

Nach den Einweisungen in die ersten Arbeitspakete obliegt es den Kollegen und Vorgesetzten, dem Neuankömmling auch Rückmeldungen zur erledigten Arbeit zu geben: Das soll ihm dabei helfen, schneller im neuen Job „anzukommen“.  Gerade in der Anfangsphase ist ein neuer Mitarbeiter darauf angewiesen: Nur mit ehrlichem Feedback, mit Lob und Anerkennung, aber auch konstruktiver Kritik kann er ein Gespür dafür entwickeln, wie gut die Einarbeitung funktioniert. Dann kann er nötigen zusätzlichen Kompetenzen aufbauen, sein Verhalten ändern oder sich stärker integrieren. Damit bringen die Vorgesetzten und Kollegen dem neuen Mitarbeiter Wertschätzung entgegen und geben ihm letztlich Orientierung. So kann sich der neue Mitarbeiter schneller integrieren und er fühlt sich schneller „an Bord“.

Mitarbeitergespräche als Basis für die Übernahme

In den Mitarbeitergesprächen vereinbaren der Vorgesetzte und der neue Mitarbeiter Aufgaben und Ziele und besprechen die bisherigen Arbeitsergebnisse. Auch weitere Entwicklungsmaßnahmen und eventuelle Unklarheiten lassen sich dabei klären.

Dank dieser regelmäßigen Mitarbeitergespräche begleitet die Führungskraft den Neuzugang zugleich als Coach und prüft, ob er die vereinbarten Ziele erreicht und die notwendigen Kompetenzen erworben hat. Auf dieser Basis kann er am Ende der Probezeit fundiert entscheiden, ob das neue Teammitglied nach der Probezeit übernommen wird. Mitarbeiter haben sogar ein Anrecht auf diese Rückmeldungen, da die Beurteilung durch den Vorgesetzten schließlich die Basis für die Übernahmeentscheidung darstellt.

Feedback nach der FeedFORWARD-Methode kann auch digital erfolgen

FeedFORWARD: Der Blick in die positive Zukunft

Das klassische Feedback geschieht meist mit einem Blick in die Vergangenheit: retrospektiv wird beurteilt, kommentiert oder gelobt. Diese „rückwärtige“ Betrachtung löst daher gelegentlich auch Widerspruch oder Rechtfertigungen aus, weil sich der Feedbackempfänger kritisiert oder angegriffen fühlt. Dies vermeidet die FeedFORWARD-Methode: Sie blickt nach vorne und gibt dem Empfänger direkte Empfehlungen, wie er etwas zukünftig verändern kann:

  • z.B. wie er fehlende Kompetenzen aufbauen kann,
  • in welche Prozesse er sich noch einarbeiten muss,
  • wie er sein Verhalten verändern kann, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

Die Vergangenheit können wir schließlich nicht mehr ändern, aber wir können aus ihr lernen. Gerade neue Mitarbeiter wissen, dass sie sich im neuen Job noch einige Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen müssen. Daher sind sie meist auch dankbar für konstruktive Tipps und Anregungen, was sie künftig verändern sollten.

Beim FeedFORWARD gibt der Vorgesetzte in den Mitarbeitergesprächen somit eine aktive Hilfestellung und fungiert dabei wie ein Coach. Auch die Team-Kollegen und Paten sind hier gefragt und können so den Onboardee aktiv bei der Einarbeitung unterstützen.

So nutzen Sie FeedFORWARD richtig:

  • Vorgesetzte, Paten und Kollegen geben dem neuen Mitarbeiter konkrete Ideen und Anregungen an die Hand, wie er sein Wissen, eine neue Fähigkeit oder Eigenschaft erlernen, aufbauen oder umsetzen kann.
  • Der Empfänger sollte die Vorschläge zunächst nicht kommentieren. Er sollte aktiv zuhören und nur unterbrechen, um etwas zu klären oder weitere Details des Vorschlags zu erhalten. „Können Sie mehr über xy erzählen?“
  • Animieren Sie den neuen Mitarbeiter, auch selbst aktiv um Unterstützung beim Aufbau neuer Kenntnisse und Fähigkeiten zu bitten und Fragen zu stellen.
  • Der FeedForward-Empfänger sollte genügend Zeit bekommen, um die Vorschläge zu prüfen, die besten auszuwählen und diese idealerweise später umzusetzen.

Praxis-Tipp:

Diese Technik kann Vorgesetzten auch bei wenig kritikfähigen Mitarbeitern dabei helfen, sich auf Handlungen und Lösungen zu fokussieren und eine positive Vision zu vermitteln.

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