Nach dem Recruiting ist vor dem Onboarding

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2019

Recruiting und Onboarding greifen unmittelbar ineinander. Das beste Recruiting nutzt nichts, wenn der mühsam rekrutierte Mitarbeiter vor dem 1. Tag kündigt.

Nach dem Recruiting ist vor dem Onboarding. Neue Mitarbeiter ganzheitlich gewinnen.

Jede Personalsuche kostet Zeit und vor allem Geld. Mehr denn je bewirken demografischer Wandel, Fachkräftemangel und digitale Transformation, dass Unternehmen sich auf alternative und neue Wege im Recruiting einlassen müssen, um die klügsten Köpfe für sich zu gewinnen. Das gilt für große Konzerne ebenso wie für kleine und mittelständische Unternehmen. Deshalb wird viel in ein modernes, auf die jeweiligen Zielgruppen ausgerichtetes Recruiting investiert, unterschiedlichste Recruitingkanäle bespielt. Oft wird eine unterstützende Bewerbermanagement-Software, die den gesamten Bewerbungsprozess professionalisiert, eingeführt. So weit so gut. Aber was passiert dann, wenn der Bewerber angebissen und den Vertrag tatsächlich unterschrieben hat?

Die Praxis sieht oft leider so aus: in vielen Unternehmen passiert dann erstmal nichts mehr. Die Kommunikation reißt komplett ab, niemand fühlt sich jetzt so richtig zuständig: Für HR ist zunächst einmal der Recruiting-Prozess abgeschlossen, die Stelle ist offiziell besetzt. Die Fachabteilung ist noch zu weit weg, der neue Mitarbeiter fängt ja erst in einigen Monaten an, das hat also noch viel Zeit… Und hier lauert schon die erste Falle. Denn der gerade erst teuer rekrutierte Kandidat springt oft schon vor dem ersten Arbeitstag wieder ab. Dies zeigt ganz deutlich, dass es nicht genügt, den neuen Kollegen mit Blumen am ersten Arbeitstag am Empfang zu erwarten – denn da taucht er gar nicht auf. Was ist hier schiefgelaufen?

Digitale Kommunikationsformen und -kanäle verändern, wie wir miteinander umgehen und was wir voneinander wissen. Was auf LinkedIn, Xing, Twitter, Instagram oder YouTube verbreitet wird, steht allen offen. Zielgruppen wie die Generation Y sind damit groß geworden, diese Kommunikationskanäle zu nutzen und darüber weltweit vernetzt zu sein. Sie erleben hier eine Offenheit, Transparenz und Selbstbestimmtheit, die ihr Verhalten maßgeblich bestimmen und die sie auch von ihrem zukünftigen Arbeitgeber erwarten. Sie sind sich ihres Wertes für die Unternehmen durchaus bewusst und erwarten, dass Unternehmen sie umwerben und sie dann auch das vorfinden, was man ihnen versprochen hat. Umso wichtiger ist deshalb ein nahtlos an den Recruiting-Prozess anknüpfender professioneller – idealerweise softwareunterstützter – Onboarding-Prozess, der dem neuen Mitarbeiter zeigt, dass er willkommen ist. Denn kündigen Mitarbeiter unerwartet, wird es für das Unternehmen teuer, wieder einen passenden Ersatz zu finden. Somit reichen die Herausforderungen in der Personalbeschaffung heute vom Aufbau einer starken Arbeitgebermarke bis zur Bindung neuer und bestehender Mitarbeiter, von der Optimierung der Recruiting-Prozesse bis zum optimalen Onboarding der potenziellen Talente.

5 Gründe, warum ein erfolgreicher Onboarding-Prozess essentiell für gelungenes Recruiting ist:

1. Für eine positive Candidate Experience ist es unerlässlich, dass der neue Mitarbeiter authentisch im Onboarding-Prozess erlebt, was man ihm während des Recruiting versprochen hat. Um den positiven Eindruck nach der Vertragsunterzeichnung zu bewahren und die Kommunikation und gezeigte Professionalität im Recruiting-Prozess weiterhin aufrecht zu halten, eignen sich digitale Onboardinglösungen mit passgenauen Inhalten für jeden einzelnen Onboardee, um seinen Übergang vom Bewerber zum neuen Mitarbeiter optimal zu begleiten.

2. Ein professioneller Onboarding-Prozess mit Wow-Effekt zahlt somit auf das Employer Branding ein, was wiederum positive Effekte fürs Recruiting ausstrahlt.

3. Professionelles Onboarding hebt Produktivitätspotenziale und garantiert eine effizientere Einarbeitung:  Nur wenn sich der Neue willkommen fühlt und wertgeschätzt wird, wird er die volle Leistung in kürzerer Zeit erbringen. Richtig gut eingearbeitete Mitarbeiter entwickeln sich häufiger und schneller zu Top Performern.

4. Ein erfolgreicher Onboarding-Prozess verringert die (Anfangs-)Fluktuation: neue Mitarbeiter, die professionell ongeboardet werden, denken weniger an Kündigung.

5. Gelungenes Recruiting und ein sich anschließender erfolgreicher Onboarding-Prozess sind als Instrumente der Verankerung und Weiterentwicklung der Unternehmenskultur von unschätzbarem Wert.

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