Onboarding-KPIs: wie Sie die richtigen Kennzahlen finden

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2019

Key Performance Indicators (KPIs) sind für Unternehmen wichtige Instrumente der Erfolgsmessung. Auch beim Onboarding liefern Sie HR und Führungskraft wichtige Signale.

Onboarding-Erfolg messen anhand von KPI

Im Bereich Onboarding liegen die Kennzahlen nicht so offensichtlich auf der Hand wie in anderen Unternehmensbereichen. Im Recruiting ist es beispielsweise vergleichbar einfach, KPIs zu definieren und diese als Bewertungsgrundlage für eine erfolgreiche Arbeit einzusetzen. Im Onboarding sind die Kennzahlen weniger stark vorbestimmt. Und dennoch ist es enorm wichtig, die zu Ihrem Unternehmen passenden Onboarding-KPIs festzulegen und konsequent zu messen. So können Sie effektiv gegensteuern, wenn sich Prozesse nicht wie gewünscht entwickeln, beispielsweise wenn es in einer bestimmten Abteilung zu einer vermehrten Fluktuation in den ersten sechs Monaten kommt.

Onboarding-KPIs liefern Ihnen wichtige Anhaltspunkte dafür, wo es im Onboarding-Prozess noch nicht gut läuft. Im folgenden Videointerview verrät Ihnen unser Experte, worauf es bei der Erfolgsmessung mit KPIs ankommt.

Wichtige KPIs im Onboarding-Prozess

Diese KPI liefern wichtige Anhaltspunkte und zeigen mögliche Stellschrauben im Onboarding-Prozess:

  • Anzahl erfolgreicher Einstellungen
  • Qualität des eingestellten Kandidaten (Quality of hire)
  • Frühfluktuationsquote
  • Dauer bis zur vollständigen Leistungsfähigkeit (Time to fully operative)
  • Dauer bis alle notwendigen Arbeitsmittel vorliegen (Time to environmentally operative)
  • Kulturelle Passung (Cultural fit)
  • Quote der Trainings-/Schulungsmaßnahmen in der Probezeit
  • Anzahl der 4-Augen-Gespräche
  • u.a.

Infografik: Checkliste KPIs im Onboarding

Wir haben Ihnen eine Checkliste zu den wichtigsten KPIs im Onboarding zusammengestellt. Jetzt Checkliste zu den wichtigsten KPIs im Onboarding downloaden.

Wie Sie mit einem strukturierten Onboarding-Prozess die richtigen KPIs definieren

Ein strukturierter Onboarding-Prozess macht Ihnen die Erfolgsmessung wesentlich einfacher. Denn wenn Sie Onboarding-Maßnahmen mit konkreten Zahlen unterlegen, können Sie Vergleiche anstellen und anhand der Daten Verbesserungen ablesen. Zugleich erfahren Sie, an welchen Punkten Nachholbedarf besteht. Ein erster Schritt in diese Richtung könnte sein, zunächst die vorhandenen Prozesse im Unternehmen genau zu analysieren und zu überprüfen.

  • Was machen wir bereits?
  • Was läuft gut, was nicht? Welche zusätzlichen Maßnahmen sind sinnvoll?
  • Welche Beteiligten übernehmen welche Aufgaben?
  • Wie prüfen wir, dass alle Prozessschritte termingerecht erfolgt sind?
  • Wie können diese Maßnahmen in einen standardisierten Onboardingprozess integriert werden?
  • Wie und durch wen werden Maßnahmen an den neuen Mitarbeiter kommuniziert?

Steht der Onboarding-Prozess fest, geht es an die Definition von unternehmensspezifischen Onboarding-KPIs. Diese Aufgabe übernimmt HR am besten mit Unterstützung der Geschäftsleitung oder der Führungskräfte..

Auch können sich die Kennzahlen durchaus mit fortschreitender „Prozessreife“der Onboarding-Maßnahmen verändern. Sind zunächst z.B. eher Kennzahlen wie »Anzahl der via Onboarding-Lösung eingearbeiteten neuen Mitarbeiter« oder »Vollständigkeit der bereitgestellten Contents« relevant, rücken mitzunehmender Professionalisierung komplexere Kennzahlen wie »Time to fully operative« (Dauer bis zur vollständigen Leistungsfähigkeit) oder die Frühfluktuationsquote in den Mittelpunkt.

Wichtig: Legen Sie die Verantwortung für die Kennzahlenerhebung und -überwachung genau fest und stellen Sie sicher, dass bei nennenswerten Abweichungen von den gewünschten Zielwerten sofort die »Alarmglocken läuten«. Die Verantwortlichen müssen die Ursachen erforschen und zügig entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Denn Optimierungspotenzial gibt es auch beim Thema Onboarding immer! Dies wird leider in vielen Unternehmen immer noch geradezu stiefmütterlich behandelt. In Zeiten des Fachkräftemangels ein unverzeihlicher Fehler, der sich häufig in einer erhöhten Frühfluktuationsquote rächt.

Mit einem eigenen KPI-Reporting Erfolge im Onboarding sichtbar machen

Ganz klar: Onboarding-KPIs müssen zu Ihrem Unternehmen und Ihren Onboarding-Zielen passen. So gibt es z.B. Unternehmen, welche sich darauf beschränken, die erfolgreiche Abarbeitung des Einarbeitungsplans zu überwachen, und damit sehr erfolgreich sind! Oder andere, welche konsequent die neuen Mitarbeiter, betroffene Teams und Vorgesetzte befragen und andere, die lediglich die Frühfluktuationsquote messen. Wie Sie messbare Daten generieren und welche, ist Ihnen überlassen. Wichtig ist allerdings, dass Sie Ihre Onboarding-KPIs regelmäßig in einem Reporting festhalten. So haben Sie Vergleichswerte, die Ihnen Verbesserungspotenziale aufzeigen.

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