Berufseinstieg leicht gemacht: Onboarding von Young Talents

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2021

So wird der Berufseinstieg einfach: Mit gezielten Onboarding-Maßnahmen für Young Talents zum Erfolg.

„Jetzt geht der Ernst des Lebens los!“ Mit Aussagen wie dieser wurden wahrscheinlich schon viele Berufseinsteiger:innen konfrontiert – und abgeschreckt. Denn der Berufseinstieg bedeutet gleichzeitig auch den Ausstieg aus dem gewohnten Lebensrhythmus. Damit Young Talents diese Hürde schnell meistern und dabei motiviert bleiben, ist beim Onboarding Fingerspitzengefühl gefragt.

Die Vielfalt der Young Talents

Ob als Azubi, Trainee, Werkstudent:in oder Hochschulabsolvent:in - So unterschiedlich die Lebensläufe jedes einzelnen sind, so verschieden sind auch die Möglichkeiten, in das Berufsleben einzusteigen. Das erfordert jeweils einen maßgeschneiderten Onboarding-Prozess.

Eine Gemeinsamkeit verbindet Young Talents jedoch: Sie befinden sich in einer besonderen emotionalen Situation. Mit dem Eintritt in das Arbeitsleben ändert sich ihr Alltag – ein neuer Abschnitt beginnt und nicht selten fühlen sich Berufseinsteiger:innen zu Beginn verunsichert - Nervosität macht sich breit. Erfahrene Kolleg:innen können hier unterstützen und zur sozialen Integration neuer Talente beitragen. Dabei heißt es auch: Überforderung vermeiden. Diese wird nicht zur Entlastung der Situation beitragen und darum ist es ratsam, Young Talents Zeit zum Eingewöhnen zu geben.

Vertraute Medien: Hilfe zum Berufseinstieg in das Unternehmen

Die meisten Young Talents sind Digital Natives. Somit ist es im Onboarding-Prozess sinnvoll, die Verwendung der Medien an den Gewohnheiten der Berufseinsteiger:innen auszurichten. Videos zur Informationsvermittlung erreichen die Neuen wahrscheinlich besser als reine Textwüsten. Auch webbasierte Schulungen und Onboarding-Apps sind wertvolle Angebote.

Patenschaft: Von Young Talent zu Young Talent    

Die Rolle des Buddies in einer Patenschaft, ist eine wertvolle Unterstützung für Berufseinsteiger:innen und erleichtert das Ankommen ungemein. Wer ist nicht dankbar darum, eine:n Ansprechpartner:in für alle Fälle zur Seite zu haben? Als Buddy eignen sich am besten Mitarbeiter:innen, die vor noch nicht allzu langer Zeit in derselben Situation waren. Sie haben noch am klarsten vor Augen, welche Hilfestellungen ihnen damals geholfen haben, und können sich in die Neuankömmlinge hineinversetzen. Ängste und Unsicherheiten werden durch einen Buddy somit rasch abgebaut.  

Darauf kommt es beim Berufseinstieg besonders an

Die drei Hauptgruppen der Berufseinsteiger:innen - Auszubildende, Werkstudent:innen und Trainees - sehen vielen ähnlichen Herausforderungen entgegen, haben aber auch jeweils ganz spezielle Erfahrungswerte.

Auszubildende – erste Regeln der Arbeitswelt kennenlernen

Viele Auszubildende haben bisher wenig bis gar keine Erfahrung im Berufsleben gesammelt und müssen den Arbeitsalltag und seine Spielregeln erst kennenlernen. Soziale Netzwerke können dabei ein Mittel sein, Azubis zu integrieren, denn: Die Generation Z ist bestens vernetzt. Noch vor dem Start im Unternehmen bietet es sich an, die Neulinge in die betrieblichen Social-Media-Kanäle wie Instagram oder Facebook einzuladen. Ein digitales „Azubi-Portal“ ist ebenfalls eine gute Lösung, die frisch Gestarteten mit Azubis aus älteren Jahrgängen zu vernetzen und einen Austausch zu ermöglichen.  

Wichtig ist vor allem auch die Person, die die Azubis durch die Ausbildung durchweg begleitet und in den verschiedenen Bereichen unterstützt: Als Ansprechpartner:in führt die Person nicht nur die Feedbackgespräche, sondern erstellt einen Ausbildungsplan und fungiert als Lernberater:in und Vermittler:in.

Werkstudent:innen – potenzielle Mitarbeiter:innen?

Unternehmen haben einen klaren Nutzen, wenn sie es Werkstudent:innen ermöglichen, ihr theoretisches Wissen in der Praxis einzusetzen. So entsteht für beide Seiten eine Win-win-Situation: Werkstudent:innen sammeln so erste Berufserfahrung und Unternehmen profitieren von dem Wissen und den Fähigkeiten – und bauen gleichzeitig intensiven Kontakt auf zu potenziellen neuen Mitarbeiter:innen.

Da Werkstudent:innen nur für eine geringe Anzahl an Stunden im Unternehmen präsent sind, leidet oft die Integration ins Team. Darum ist ein ständiger Informationsaustausch wichtig! Werkstudent:innen sollten zu allen Angeboten des Unternehmens Informationen erhalten, z. B. in Form von Newslettern oder einem Zugang zum Firmen-Intranet. Regelmäßiger Austausch, gemeinsame Mittagessen o. Ä. hält die Werkstudent:innen auf dem neusten Stand und stärkt das Zugehörigkeitsgefühl. Denn dies signalisiert: Du bist ein Teil von uns.

Trainees – die Führungskräfte von morgen

Der Nachwuchs an geeigneten Fach- und Führungskräften ist in vielen Branchen rar gesät. Darum setzen Unternehmen darauf, diese in Traineeprogrammen selbst auszubilden. Diese Programme gleichen einer Ausbildung, richten sich aber vorwiegend an Hochschulabsolventen – aber auch an Berufserfahrene und Quereinsteiger – und sind firmenspezifisch ausgerichtet. Trainees durchlaufen wie Auszubildende verschiedene Stationen im Unternehmen: So ähneln sich auch die Methoden, um ein gelungenes Onboarding zu erreichen. Qualifizierte Betreuung, ein Ausbildungsplan sowie Austauschmöglichkeiten mit höheren Trainee-Jahrgängen eignen sich als Maßnahmen.

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